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Viele Eltern beschränken Internetzugang ihrer Kinder

Viele Eltern beschränken Internetzugang ihrer Kinder

Wissen Sie, was Ihre Kinder im Internet so alles treiben? Diese Frage beunruhigt viele Eltern – sie schieben mit spezieller Software dem Nachwuchs einen digitalen Riegel vor. In Deutschland wird immerhin in jeder vierten Familie sogenannte Filter-Software eingesetzt, wie eine aktuelle Umfrage ergab.

Sie sind bei Facebook aktiv, mischen bei Onlinespielen mit, chatten mit ihren Freunden, laden Musik runter oder sehen ihre Lieblingsserie – Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit im Netz und nicht immer wissen die Eltern so genau, was der Nachwuchs da eigentlich treibt. Wird illegal ein Film heruntergeladen, mit Papas Kreditkarte eingekauft oder gar ein Porno geschaut? Manche Eltern gehen auf Nummer sicher und setzen ihren Kindern im World Wide Web Grenzen.

Eine europaweite Umfrage unter Eltern zeigt, dass in vielen Familien beim Thema Internet (fast) nichts dem Zufall überlassen wird. Befragt wurden EU-weit mehr 25.000 Kinder und jeweils ein Elternteil. In Deutschland beschränkt jedes vierte Elternpaar den Internetzugang der Kinder mit spezieller Filter-Software, in Großbritannien wird derartige Software von mehr als jeder zweiten Familie genutzt. Im EU-weiten Durchschnitt wird der Zugang des Nachwuchses zu bestimmten Webseiten in jeder dritten Familie digital blockiert.

Erstaunlich sind die Zahlen der Eltern, die bei der Befragung angaben, sich (relativ) intensiv um die Surfgewohnheiten der Kinder zu kümmern – auch ohne Filter-Software. 58 Prozent der befragten Mütter und Väter gaben an, in der Nähe zu bleiben, wenn ihr Nachwuchs surfe, 70 Prozent sagten, sie sprächen mit ihren Kindern über deren Internetnutzung.

Bei diesen Zahlen ist Skepsis angebracht, da ist wohl vielfach der Wunsch Vater des Gedankens. Mehr als die Hälfte der Eltern sind angeblich dabei, wenn die Kinder im Netz unterwegs sind – welcher berufstätige Erziehungsberechtige schafft das schon? Und wenn der Rechner im Kinderzimmer steht, haben Eltern sowieso das Nachsehen.

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