Familienleben

Ernährung: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“

Ernährung: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld beim Essen? Wie wichtig ist die elterliche Vorbildfunktion, wenn es um die Ernährungsgewohnheiten von Kindern geht? Wie Eltern ihre Kinder in der Ernährung beeinflussen.


Die bislang einmalige Ernährungsstudie der Alfa Metalcraft Corporation (AMC), bei welcher nicht nur Eltern, sondern auch deren Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren befragt wurden, zeigt deutlich: Ernährungsprioritäten werden abhängig von der sozialen Schicht von Generation zu Generation weitergegeben. „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Eltern, die auf gesunde Ernährung achten, gelingt in vielen Fällen schon früh der Transfer ernährungsbewussten Verhaltens auf ihre Kinder. Am ehesten gelingt die Vorbildfunktion, wenn Eltern häufiger mit ihren Kindern über Essensfragen sprechen. Die Kinder dieser Eltern machen sich in höherem Anteil schon frühzeitig Gedanken über ihre eigene Ernährung und sagen seltener, dass ihnen gesundes Essen nicht gut schmeckt.

Kinder von Eltern, die auf gesunde Ernährung achten, geben seltener Pommes Frites mit Mayonnaise oder Ketchup, dagegen etwas häufiger Gemüse als beliebtes Gericht an. Aber: Spaghetti bleiben die Favoriten aller Kinder (46 Prozent). Wenig überraschend: Essen macht den meisten Kindern Spaß, erfreulicherweise aber besonders dann, wenn alle gemeinsam beim Essen zusammensitzen.

Ernährungsverhalten der Eltern abhängig von sozialer Schicht
Die Einstellungen zur Ernährung und das Ernährungsverhalten der Eltern sind offensichtlich stark schichtspezifisch, wie die AMC-Ernährungsstudie aufzeigt: Der Anteil derer, die versuchen, sich gesundheitsbewusst zu ernähren, ist in den oberen Einkommens- und Bildungsschichten deutlich größer (69 Prozent) als in den unteren sozialen Schichten (29 Prozent). In den unteren Einkommens- und Bildungsgruppen wird überwiegend gegessen, was schmeckt, auch wenn dies nicht so gesund ist (65 Prozent).

Etwa jedes achte Schulkind im Alter zwischen 8 und 12 Jahren frühstückt nicht zuhause, bevor es in die Schule geht. Alarmierend: Bei Schulkindern aus den unteren sozialen Schichten ist dies bei fast jedem vierten Kind der Fall.
Das Anspruchsniveau, das Eltern als Maßstab bei der Ernährung ihrer Kinder anlegen, hängt folglich ebenfalls stark von der sozialen Schicht ab. So machen sich Eltern aus einfachen sozialen Schichten nach eigenen Angaben in deutlich geringerem Anteil „sehr häufig“ Gedanken über die Ernährung der Kinder (47 Porzent), als Eltern aus höheren sozialen Schichten (73 Prozent). Zudem sind sie in höherem Anteil überzeugt, es gelinge ihnen „gut“ oder „sehr gut“, die eigenen Kinder richtig zu ernähren (92 gegenüber 84 Porzent), und sie kennen seltener das Gefühl, wegen der Ernährung ihrer Kinder ein schlechtes Gewissen zu haben (30 gegenüber 38 Prozent).

91 Prozent der Eltern finden es wichtig, ihren Kindern bei der richtigen Ernährung Vorbild zu sein, und vielen fällt dies nach eigener Einschätzung auch leicht (55 Prozent). Eltern aus den höheren sozialen Schichten fällt dies ganz offensichtlich leichter (75 Prozent) als jenen aus den einfacheren sozialen Schichten (36 Prozent). Die Folge sind schichtspezifische Ernährungsmuster bei Kindern: Kinder aus einfachen sozialen Schichten geben häufiger an, sie dürften essen, was sie wollen, als Kinder aus höheren sozialen Schichten (50 gegenüber 43 Prozent).

Für die Mehrheit der Kinder (58 Prozent), die sich schon über ihre Ernährung Gedanken machen, schließen sich gesundes Essen und guter Geschmack in der Regel nicht aus. Am skeptischsten äußerten sich Kinder aus den unteren sozialen Schichten über den Geschmack gesunden Essens.

Sind „gute“ Tischmanieren out?
Ein Viertel aller Eltern aus unteren sozialen Schichten legen keinen besonderen Wert darauf, dass ihre Kinder von ihnen lernen, wie man mit Messer und Gabel isst. Essen bei laufendem Fernseher stört die Hälfte aller Eltern aus der unteren sozialen Schicht nicht weiter. Anders bei den höheren sozialen Schichten: Bei 80 Prozent der Familien ist es verpönt, den Fernseher während des Essens laufen zu lassen und 81 Prozent dieser Familien legen großen Wert darauf, dass erst mit dem Essen begonnen wird, wenn alle am Tisch sitzen. In Familien aus unteren
Schichten sind dies nur 49 Prozent.

In einem Punkt jedoch ergibt sich ein bemerkenswert umgekehrtes Ergebnis: Während nur 8 Prozent der wohlhabenden Eltern Wert darauf legen, dass der Teller leer gegessen wird, sind es in den ärmeren Familien 28 Prozent.

„Du kommst pünktlich zum Essen!“ und „Iss deinen Teller leer!“ – diese Grundsätze, an die sich viele Eltern in ihrer Jugend halten mussten, sind heute passé. Während sich 71 Prozent der Eltern daran erinnern, dass ihre eigenen Väter und Mütter früher Wert darauf legten, dass alle pünktlich zum Essen erscheinen, erwarten sie dies selbst nur noch zu 59 Prozent von ihren Kindern. Nur noch 13 Prozent verlangen heute von ihren Kindern, dass sie den Teller leer essen – früher waren es 64 Prozent.

Ähnlich deutlich ist der Gegensatz bei der Forderung „es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“. Früher legte die deutliche Mehrheit der Eltern (75 Prozent) darauf großen Wert, heute sind es nicht einmal mehr halb so viele (31 Prozent). Die neuen Tischmanieren sind: „Den Teller nicht zu voll packen“, sondern lieber ein zweites Mal nehmen (heutige Elterngeneration 70 Prozent, frühere Elterngeneration 47 Prozent), und „vor dem Essen nichts naschen“ (heutige Elterngeneration 78 Prozent, frühere Elterngeneration 66 Prozent). Heutigen Eltern ist am wichtigsten, dass das Essen ihren Kindern schmeckt – früher war „mindestens einmal pro Tag eine warme Mahlzeit“ die wichtigste Regel für Eltern.

Auch das Familien-Erlebnis-Essen ist vom Aussterben bedroht: Aktuell berichtet rund jedes fünfte Kind, dass sich die Familie nur selten oder gar nicht zum gemeinsamen Essen am Tisch einfindet.

Die Befunde der AMC-Ernährungsstudie 2010 zeigen, dass eine frühe Sensibilisierung der Kinder für Ernährungsfragen gelingen kann, wenn Eltern ihre Rolle als Vorbilder wahrnehmen und Kinder schon frühzeitig in Gespräche über Essensfragen einbeziehen. Den Kindern Spaß und Freude an bewusster Ernährung zu vermitteln, ist dabei viel effektiver als bloße Belehrungen oder gar der Zwang, nur Gesundes zu essen.

Wer seine Kinder nicht einbezieht, könnte eher Ablehnung fördern und somit das genaue Gegenteil des gewünschten Resultats bewirken.

Zeit- und Kostenersparnis beim Kochen – mit AMC
Möglichst wenig Aufwand beim Kochen ist für 67 Prozent der Eltern „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Zugleich sagen 37 Prozent, dass sie zu wenig Zeit zum Kochen haben. AMC-Produkte ermöglichen es: Weniger Aufwand und mehr Zeitersparnis beim Kochen. So bleibt mehr Zeit für das gemeinsame Essen mit der ganzen Familie.

Das Geheimnis: ein geschlossener Kreislauf, in dem die Eigenfeuchtigkeit des Garguts aufsteigt, sich dann am Deckel abkühlt, zurücktropft und erneut erhitzt wird. Durch diesen schonenden Garprozess bleiben nicht nur die Vitamine und Mineralstoffe in den Lebensmitteln erhalten, sondern auch der natürliche Geschmack. Das AMC Premium System ermöglicht garen, braten, schnellgaren, schnellbraten, backen und überbacken – ohne Zusatz von Wasser, Salz und Fett. Getreu dem AMC Motto „Besser essen. Besser leben.“

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