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HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES – Teil 1

HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES – Teil 1

Ab dem 18. November kommt es nun im Kino zum Showdown der Harry-Potter-Reihe. Das siebte und letzte – und auch das komplexeste – Abenteuer vom jungen Zauberer im Kampf gegen das Böse wird in zwei Teilen erzählt – Teil 2 folgt im Sommer 2011.

Es ist mal wieder Sommer und das Ende der Ferien naht auch für die Schüler von Hogwarts. So beginnt, wie vor ihm alle sechs Harry-Potter-Filme, auch der siebte Teil – aber etwas ist diesmal anders. Es herrscht eine gedrückte, gar bedrohliche Stimmung. Die Dursleys, Harrys verhasste Ziehfamilie, verlassen hecktisch die Stadt, Voldemorts Todesser durchstreifen das Land und reißen die Macht im Zaubereiministerium und sogar in Hogwarts an sich.

Da also die Welt der Zauberer für alle Gegner des Dunklen Lords äußerst gefährlich geworden ist, wird „der Junge, der überlebte“ – Zielscheibe Nummer Eins für Voldemords Gefolgsleute – von einer Garde von Auroren in geheimer Mission in Sicherheit gebracht. Nicht nur für Harry (Daniel Radcliffe) heißt es, Abschied nehmen von der gewohnten Umgebung, Hermine (Emma Watson) belegt ihre Eltern sogar mit einem Vergessenszauber – als hätte sie niemals existiert.

In diesem Jahr geht es für die drei Freunde Harry, Ron ( Rupert Grint) und Hermine nicht wieder zurück nach Hogwarts, sondern sie übernehmen die gefährliche Aufgabe, sämtliche in der Zaubererwelt befindlichen Horkruxe aufzuspüren und zu zerstören. Die sind nämlich der Schlüssel zu Voldemorts Unsterblichkeit.

Und dabei sind sie völlig auf sich allein gestellt, keiner ihrer Professoren steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Einzig das Vermächtnis Dumbledores, überreicht von Zaubereiminister Rufus Scrimgeour (Bill Nighy), könnte dem Trio helfen, auf den richtigen Pfad zu gelangen: Hermine erhält das Buch „Die Märchen von Beedle dem Barden“, Ron erbt einen sogenannten Entleuchter und Harry den Schnatz, den er bei seinem ersten Quidditch-Spiel in Hogwarts gefangen hat. Zunächst erscheinen diese Dinge nicht wirklich hilfreich und auch die Tatsache, dass Dumbledore Harry das Schwert von Godric Griffindor vermacht, obwohl niemand weiß, wo es sich überhaupt befindet, ist eher verwirrend.

Der Auserwählte wird zum Gejagten und muss die Horkruxe finden, bevor Voldemort und seine Todesser ihn entdecken. Dabei stoßen die drei Freunde auf die uralte, fast vergessene Legende von den Heiligtümern des Todes – und somit auf den Schlüssel zur unüberwindlichen Macht, die Voldemort anstrebt.

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ ist mit Sicherheit der bislang spannendste Film der Reihe. Sämtliche Handlungsstränge werden hier gekonnt zusammen geführt und zur unweigerlichen Auflösung auf die Spitze getrieben. Diese Auflösung gibt es aber leider erst im nächsten Jahr.

Gleichzeitig ist es aber auch der sensibelste Teil: Noch nie kam ein Harry-Potter-Film mit so wenigen Worten aus und zeigte doch die Gefühle jedes Einzelnen auf solch feinsinnige Weise. Hier zeigt es sich, dass Watson, Grint und Radcliffe doch einiges an schauspielerischem Handwerk gelernt haben in ihren Harry-Potter-Jahren – oder es ist einmal mehr der Einfühlsamkeit von Regisseur David Yates zu verdanken.

Aber auch der berühmte witzige Aspekt dieser Zaubererwelt fehlt hier nicht. So gelangt man zum Beispiel ins Zaubereiministerium, indem man sich im Klo herunterspült und der Vielsafttrank mit dem Effekt, das Aussehen eines anderen anzunehmen, birgt auch viel Komik in sich.

In diesem Film spielt keine einzige Szene in Hogwarts! Es ist schon seltsam und gleichsam faszinierend, Harry, Ron und Hermine „in Zivil“, d.h. ohne Zaubererumhänge in „unserer“ Welt herumirren zu sehen.

Ein rundherum spannender, kurzweiliger Film – fragt sich nur, ob er es auch für Nichtkenner der Rowling-Bücher ist, denn es wird Vieles an Wissen über die Zaubererwelt vorausgesetzt. Aber – gibt es überhaupt jemanden, der sich der Faszination dieser Bücher entziehen konnte?

Kinostart: 18. November 2010; Regie: David Yates; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 146 Minuten; Verleih: Warner Bros. Pictures Germany; Link: harrypotter.warnerbros.de/hp7a/ Prädikat besonders wertvoll

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