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Schnuller – was man beachten und über ihn wissen sollte

Schnuller – was man beachten und über ihn wissen sollte

Häufig ist der Schnuller in den ersten Lebensjahren ein angenehmer Begleiter neben den vielen Babyartikeln des Kindes. Er spendet Trost und wirkt beruhigend. Eltern die sich dafür entscheiden ihrem Kind einen Schnuller zu geben, sollten allerdings auf einiges achten.



Der Saugreflex ist uns angeboren und häufig macht das ungeborene Kind bereits im Mutterleib erste Erfahrungen mit dem Saugen am Daumen. Wird es nach der Geburt auf die Brust gelegt, fängt es instinktiv an nach der Brustwarze zu suchen, um daran zu saugen.

Durch Saugen wird nicht nur die Produktion von Hormonen, sondern auch die Verdauung des Babys angeregt. Aber nicht nur das, Saugen sichert die Nahrungsaufnahme und wirkt beruhigend zugleich.

Für den richtigen Zeitpunkt den Schnuller anzubieten, ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Denn wenn der Schnuller zu früh eingeführt wird, kann sich das unter Umständen negativ auf das Stillen auswirken.

Wird der Schnuller über einen langen Zeitraum genommen, kann durch ihn die sprachliche Entwicklung des Kindes auf der Strecke bleiben. Die Sprachentwicklung wird dadurch verzögert, weil die Zunge ständig versucht den Schnuller festzuhalten. Das Artikulieren wird dadurch zunehmend beeinträchtigt.
Kinder die dauernd und lange vom Schnuller begleitet werden, können das Schlucken nicht richtig trainieren. Schlucken ist aber wichtig um Flüssigkeiten und Nahrung nach hinten in den Rachen transportieren zu können.

Sollten Eltern sich für die Gabe eines Schnuller entscheiden, ist es wichtig dass das Kind nicht zu sehr an den Schnuller gewöhnt wird. In der Regel sollte man versuchen dem Kind den Schnuller bis zum dritten Lebensjahr abzugewöhnen.

Auch wenn der Schnuller als Tröster und Helfer Eltern und Kind zwei Lebensjahre begleitet hat, sollte man spätestens bis zum dritten Geburtstag Abschied genommen haben. Ansonsten können bleibende Schäden wie Kieferverformungen und Zahnfehlstellungen entstehen. Gelingt es Eltern und Kind bis zum 3. Lebensjahr den Schnuller abzugewöhnen, können eventuelle Schäden wie unter anderem auch Sprachfehler vermieden werden. Sollte dies nicht gelingen hilft meist nur noch eine teure kieferorthopädische Behandlung.

Allerdings benötigt nicht jedes Kind einen Schnuller. Oft hilft auch die körperliche Nähe der Eltern, um das Baby schnell wieder zu beruhigen. Babys und Kinder sind individuell verschieden, je nach Temperament, besitzt es weniger oder mehr Saugbedürfnis. Man sollte als Eltern auf Signal des Babys achten. Zusammengeballte Fäustchen oder das Abwenden des Köpfchens signalisiert meist, dass das Baby Ruhe braucht. Wenn man rechtzeitig auf die Signale eingeht und sie versteht, kann ein Schreien oft verhindert werden. Durch Eltern sollten Ihrem Kind deshalb gerade in den ersten Lebensjahren viel Geduld und Liebe entgegenbringen – dadurch wird diese Zeit sowohl für Kind als auch für Eltern viel entspannter und angenehmer.

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