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VERRÜCKT NACH DIR

VERRÜCKT NACH DIR

Wer schon einmal eine Fernbeziehung geführt hat, für den ist diese Liebeskomödie, die am 2.9. in den deutschen Kinos startet, ein Muss. Mit trockenem Humor und fantastischen Schauspielern spricht der Film aber sicherlich jeden zwischen 16 und 66 an – ein Film, in den man gut in männlicher Begleitung gehen kann.

Nach einem anstrengenden Arbeitstag im Praktikum trifft Erin (Drew Barrymore) den frischgebackenen Single Garrett (Justin Long) in einer Bar in New York. Bei Videogames, Bier und Smalltalk kommen sich die beiden näher. Und weil die Chemie ganz offensichtlich stimmt, lassen sie sich auf eine leidenschaftliche Sommerliebelei ein. Doch beide gehen vom Ende der Beziehung aus, sobald Erin in ihre Heimat San Francisco zurückkehrt, um ihre Ausbildung als Redakteurin zu vollenden und Garrett in New York City seine Arbeit bei einem Plattenlabel wieder aufnimmt.

Weil aber die gemeinsamen sechs Wochen unauslöschliche Spuren hinterlassen haben, wünschen sich beide, dass die Zweisamkeit niemals enden möge – und versuchen es mit einer Fernbeziehung. Garretts Freunde Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) ziehen ihn bereits damit auf, dass er plötzlich auf seine schlanke Linie achtet und ununterbrochen am Handy hängt. Sie haben kein Interesse daran, ihren Trinkkumpanen, WG-Partner und Arbeitskollegen – wie schon so oft – an eine derart wackelige Beziehung zu verlieren.

Gleichzeitig versucht Erins übervorsorgliche, verheiratete Schwester Corrine (Christina Applegate) in San Francisco zu verhindern, dass Erin immer wieder denselben Fehler begeht. Die letzte große Liebe führte dazu, dass sie die Schule schmiss, um nur noch für den Mann ihrer Träume da zu sein.

Obwohl ein Kontinent zwischen ihnen liegt, Freunde und Verwandte nur mit dem Kopf schütteln und unerwartete Verlockungen die Probleme nicht einfacher machen, hält die Liebe stand. Aber beide verlangt es nach einer ständigen Partnerschaft dem sich nicht einstellen wollenden Alltag eines Paares. Können unanständige SMS und mitternächtliche Anrufe das wirklich dauerhaft ersetzen?
Die Dokumentarfilmerin und Oscar-Kandidatin Nanette Burstein („On the Ropes“) inszenierte mit „Verrückt nach dir“ ihren ersten Spielfilm nach dem Drehbuch von Geoff LaTulippe. Der Film ist in seiner Sprache faszinierend direkt und offen – anders, als man es von amerikanischen Produktionen kennt. Das mag am Anspruch von Nanette Burstein liegen: „Ich wollte einen Spielfilm inszenieren, der so realistische wie möglich wirkt: Die Leute fluchen – und sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.“

Die Hauptrollen übernehmen Golden-Globe-Preisträgerin Drew Barrymore („Mitten ins Herz“), deren komödiantisches Talent ja hinreichend bekannt ist, sowie Justin Long („Er steht einfach nicht auf Dich!“), mit dem sich jeder Mann identifizieren kann. Charlie Day (TV-Serie „It’s Always Sunny in Philadelphia“) spielt auf verzückend naive Art Garretts Mitbewohner Dan und Jason Sudeikis (TV-Show „Saturday Night Live“) als Garretts Arbeitskollege Box kennt die wahren Tricks bei Frauen: „Lass dir ein Bärtchen stehen und mach auf die 80er-Jahre – dann fühlen sich die älteren Frauen bei dir ganz jungGolden-Globe-Kandidatin Christina Applegate (TV-Serien „Samantha Who?“ und „Jesse“) als Erins Schwester Corrine mimt zauberhaft die etwas verklemmte, putzsüchtige „Ersatzmutter“.
Kinostart: 2. September 2010; Regie: Nanette Burstein; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 103 Minuten; Verleih: Warner Bros. Pictures Germany; Link: verruecktnachdir-derfilm.de

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