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Südafrika ist ein Mekka für Botaniker

Südafrika ist ein Mekka für Botaniker

Südafrika steht derzeit nicht nur als Austragungsort der Fußball-WM im Mittelpunkt, sondern auch anlässlich des UN-Jahres der Biodiversität 2010. „Die einzigartige geografische Lage macht Südafrika zu einem Mekka der Biodiversitätsforschung. Aus Sicht der Botanik zählt es zu den sieben spannendsten Regionen der Welt“, erklärt Biologe Jan Henning Sommer.


Sommer ist am Bonner Nees-Institut für Biodiversität tätig und gehört zum Forschernetzwerk BIOTA-Afrika (Biodiversity Monitoring Transect Analysis in Africa).

Mittelmeerklima am Kap
Was das Land am Kap so besonders macht, ist die klimatische Vielfalt aufgrund der Lage zwischen den kalten Strömen des Atlantiks und dem warmen Indik. An der Ostküste regnet es im Sommer, im mediterranen Südwesten hingegen im Winter. Die Pflanzen haben sich an die spezifischen Bedingungen angepasst. „Es gibt allein am Tafelberg über 500 Heidekraut-Arten, die großteils sonst nirgends auf der Welt zu finden sind. In den Trockengebieten findet man den Köcherbaum (Aloe dichotoma), in der Kap-Region viele Zuckerbüsche“, nennt Sommer Beispiele für die große botanische Vielfalt.

Die größte Bedrohung dieser Vielfalt ist der Mensch. Die Städte wachsen und brauchen mehr Land, zudem werden viele freie Flächen zu Acker- und Weideland umgewandelt. Daneben stellen schon kleine Änderungen des Klimas wie etwa die der Regenzeiten eine Überlebensfrage an die perfekt angepassten endemischen Organismen. „Arten, die im Zuge der Globalisierung eingeschleppt wurden, kommen teilweise besser mit den Bedingungen zurecht. Sie wuchern und verdrängen oft heimische Pflanzen“, erklärt der Botaniker.

Nachhaltige Bewirtschaftung
Artenschutz heißt in Südafrika einerseits die Errichtung von Schutzgebieten, wozu etwa der Tafelberg gehört. „Darüber hinaus gibt es zahlreiche Projekte, bei denen man versucht, Farmer eine nachhaltigere Gestaltung ihre Gebiete zu zeigen.“ Nicht überall ist das möglich. Sommer berichtet von einem Besuch in einem Dorf der sozial schlechter gestellten Coloured-Bevölkerung, die ihr knappes gemeinsames Ackerland sehr intensiv nutzen musste. „Hinter dem Zaun war die Weide eines Großgrundbesitzers, auf der es deutlich mehr Pflanzenarten gab. Nicht jeder kann sich nachhaltige Nutzung leisten.“

Allgemein hat das Land am Kap in Afrika die Nase vorn, was die botanische Forschung wie auch Naturschutz betrifft. „Die gute Infrastruktur und die engen Beziehungen zu Europa machen Südafrika sehr attraktiv für die Wissenschaft“, so der Bonner Biodiversitäts-Experte.

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