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Entschleunigung im Eselstempo in Ostfriesland

Entschleunigung im Eselstempo in Ostfriesland

„45 Jahre lang bin ich durchs Berufsleben gerannt. Nun muss ich die Langsamkeit zurückerobern“, erzählt Theo. Der „Frühpensionär wider Willen“ hat sich entschlossen, vom fünften Gang in den zweiten zurückzuschalten. Esel „Chico“ soll ihm dabei helfen.


Der begleitet „hauptberuflich“ Wanderer und Familienwanderungen auf ihren Entdeckungstouren durch die ostfriesische Gemeinde Großefehn und gibt dabei das Tempo vor.

Heute führt er eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe von 15 Wanderern von Nah und Fern an. Der idyllische Urlaubsort Großefehn bietet den Gästen ein große Auswahl von besonders urigen Ferienwohnungen und Ferienhäusern mitten im Herzen Ostfrieslands an. Hier finden alle „Eselwanderer“ eine ganz persönliche Herberge für das Wandererlebnis.

Startpunkt der Wanderung ist am frühen Vormittag die Reet gedeckte Naturschutzstation in Lübbertsfehn. Die zehnjährige Foolke hat nach ausgiebigen Streicheleinheiten für „Chico“ den Führstrick in die Hand genommen. Den Vierbeiner aber drängt es zu neuen Abenteuern – zu stürmisch für das Mädchen. Esel haben eben ihren eigenen Kopf. Deshalb übernimmt vorerst der Mittfünfziger Matthias das Kommando. „Chico“ ist einverstanden und trottet willig neben seinem „Etappen-Chef“ her. Foolke hat derweil auf dem Eselsrücken Platz genommen und lässt sich von dem Grautier an schmucken Fehnhäusern, blühenden Gärten und saftigen Weiden vorbei tragen – dicht gefolgt von der Wandererschar, die sich munter plaudernd die idyllische Landschaft erschließt.

Hin und wieder bleibt die Gruppe stehen. Nicht allerdings, weil „Chico“ etwa die sprichwörtliche Sturheit an den Tag legen würde. Vielmehr muss das Grautier als Fotomotiv vor wechselnder malerischer Kulisse herhalten, um die ungewöhnliche Eselwanderung für die daheim gebliebenen festzuhalten. Auch mit immer neuen „Herdenchefs“ muss der Esel zurechtkommen. „Chico“ quittiert das mit stoischer Ruhe. Selbst ein knatternder Motorradkonvoi, bellende Hunde, gackernde Hühner und haushohe Landwirtschaftsmaschinen, die nur wenige Meter entfernt an ihm vorbeifahren, können den Esel nicht schrecken. „Chico“ bleibt cool – sehr zur Überraschung der Wanderer.

Die haben allesamt mit Zwangspausen gerechnet, verursacht durch einen vermeintlich störrischen Esel. Doch „Chico“ straft alle Vorurteile Lügen. „Klar“, weiß die zehnjährige Foolke, die in der Schule schon ein Referat über die Grautiere vorgetragen hat. „Esel sind ja auch gar nicht störrisch. Sie denken nur nach, wenn sie auf etwas Unbekanntes treffen. Und wenn sie sich entschieden haben, dass es nichts Gefährliches ist, gehts weiter.“

Als ob der vierbeinige Begleiter ihre Auskunft bestätigen wollte, bleibt er an der nächsten Wegkreuzung stehen und nimmt den wechselnden Bodenbelag ausgiebig in Augenschein. Der besteht nämlich aus Kopfsteinpflaster und ist für seine Eselhufe ungewohnt. Die Überredungskünste seines Besitzers Ajelt Gronewold können „Chico“ nicht davon überzeugen, seinen Weg fortzusetzen. Erst als ein paar Eselwanderer vorausgehen, wagt er die nächsten Schritte über unbekanntes Terrain. Auch vor einer hölzernen Brücke prüft der Esel zuerst deren Tragfähigkeit, bevor er mit einem kleinen Hopser zu ihrer Überquerung ansetzt.

Zur Belohnung gibt es eine Futterpause im hohen Gras. Seine zweibeinigen Begleiter nehmen derweil an einem rustikalen Tisch auf Holzbänken Platz, um ein Picknick inmitten von blühenden Wiesen einzunehmen, das ein Mitarbeiter der Großefehn Touristik GmbH dort für sie vorbereitet hat. Das Mittagsläuten der Klosterglocke im Ihlower Forst mahnt schließlich zum Aufbruch.

Mit Möhrenstückchen und der Auswahl saftiger Futterplätze buhlen die Teilnehmer um die Gunst „Chicos“, bevor es frisch gestärkt auf zur letzten Etappe der Eselwanderung durch den Wald geht. Jeder möchte noch einmal die Gelegenheit nutzen, den Esel zu führen. Auch Foolke übernimmt noch einmal den Führstrick – diesmal hat es der Esel nicht mehr so eilig. Denn das Ziel ist nah: Schon taucht die Klosterstätte Ihlow – die schemenhafte Nachbildung eines Zisterzienser-Klosters, das im Spätmittelalter der bedeutendste geistliche Mittelpunkt der Region und Grabstätte ostfriesischer Fürsten war – hinter einer Allee knorriger Linden auf.

Bevor Gästeführerin Trientje Ehmen der Gruppe anschaulich Interessantes und Kurioses aus der Geschichte des Klosters verrät und die Wanderer die 163 Stufen auf das Turmgestell hinaufsteigen, um ihre Blicke weit über den Wald und das flache Land schweifen zu lassen, heißt es für „Chico“, seinen neuen zweibeinigen Freunden Lebewohl zu sagen. Denn Besitzerin Hilka Gronewold nimmt ihn in Empfang, um ihn zurück auf die heimische Weide zu bringen. Noch ein kräftiges „Iiaaah“ zum Abschied – dann rumpelt der Esel im Pferdeanhänger davon.

Die Wandertruppe macht sich im Großraumtaxi auf den Rückweg zur zehn Kilometer entfernten Naturschutzstation. Von dort geht es über den Muschelweg vorbei an einer Herde Wasserbüffel zum nahen Fehnmuseum „Eiland“. Es beherbergt eine Ausstellung über die Geschichte des Fehntjer Landes – und eine Teestube. Den selbst gebackenen Torten kann keiner der Wanderer widerstehen.

Bei Tee und Kuchen lässt man den Wandertag Revue passieren: Man erinnert sich an die stillen Wege, die malerische Landschaft, die üppige Natur, das köstliche Picknick, die Geschichten aus dem Mittelalter – und natürlich an den liebenswerten und zuverlässigen Wandergenossen „Chico“. Frührentner Theo hat sich längst entschieden, sich selbst zwei Esel anzuschaffen. „Die wirken so beruhigend“, verrät er und erntet nicht nur die Zustimmung seiner Frau, die schon seit jeher ein Fan der Grautiere ist. Das Wandern mit „Chico“ hat die beiden auf den Gedanken gebracht, mit ihren künftigen vierbeinigen Familienmitgliedern selbst Wanderungen zu unternehmen und ihren heutigen „Reiseleiter“ bei seiner Aufgabe – der Entschleunigung des Alltags – zu unterstützen.

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