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Kreative Berufe oft stressgeplagt

Kreative Berufe oft stressgeplagt

Menschen, die in kreativen Berufen tätig sind, leiden oft unter hohem Stress. Die Grenzziehung zu Privatleben ist hierbei oft das Hauptproblem.


Das zeigen Forscher der Universität Toronto in der Zeitschrift „Social Science Research“. „Kreative Arbeiten bringen in der Regel Entlastung. Da jedoch viele kreative Tätigkeiten heute selbstständig und ohne geregelte Arbeitszeiten ausgeübt werden, ist die Stressbelastung oft hoch“, erklärt Stefan Bayer, Leiter der Akademie für Arbeitsmedizin.

Multitasker zwischen Job und Familie
Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten 1.200 Erwachsene, deren Berufe sie nach kreativen Möglichkeiten bewerteten. Relevant waren dafür die Fragen, wie oft sie im Beruf Neues lernten, wie oft sie dabei Chance zum Problemlösen hatten und wie häufig sie Fähigkeiten und Talente weiterentwickeln können. Parallel dazu ermittelten sie den subjektiv verspürten Arbeitsdruck.

Zum Vorschein kam, dass mit dem Ausmaß der Kreativität auch die exzessive Arbeitsbelastung, das Gefühl der Überforderung und die Zahl arbeitsmäßiger Kontakte durch E-Mail und Telefon deutlich steigt. Bei Kreativen war Multitasking zwischen Arbeit und Privatleben häufiger, besonders da sie oft in den eigenen vier Wänden versuchten, gleichzeitig Aufgaben aus Job und Familie zu erledigen. Viele sahen sich dabei in Rollenkonflikten gegenüber der Familie.

Erfüllende Arbeit scheitert an Bedingungen
„Bei Kreativen tritt jene Form von Stress auf, die man bisher mit hohen Positionen im Berufsleben verbunden hat“, resümiert Studienleiter Scott Schieman. Auch das Denken an die Arbeit während der freien Stunden sei in der Kreativbranche häufig, jedoch nicht belastend. „An viele Aspekte der Arbeit denken die Kreativen gerne und empfinden sie eher als erfüllend denn als schlafraubend.“ Einer Aussage, der sich der Arbeitsmediziner Bayer anschließt. „Die selbstbestimmte Arbeitsweise der Kreativen ist eigentlich ein Schutz vor Stress.“

Dass hoher Arbeitsdruck dennoch bei Kreativen verbreitet ist, sieht Bayer als Folge der Beschäftigungsform. „Die meisten kreativen Berufe werden in Selbstständigkeit ausgeführt und leiden an den Problemen genau dieser Beschäftigungsform. Zudem erfolgt die Arbeit meist an Einzelarbeitsplätzen.“ Idealerweise sollte kreative Arbeit im Team geschehen, da dies mehr Möglichkeiten der Kommunikation bietet. Auch Supervision oder Mediation in Gruppen ist aus Sicht des Arbeitsmediziners zur Prävention von Burnout zu empfehlen.

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