Familienleben

Ausschalten in der Auszeit?

Ausschalten in der Auszeit?

Neue Kommunikationsmittel wie Handy, Laptop und Internet machen heute möglich, was früher nicht so einfach ging: Arbeiten und erreichbar sein auch fern des Arbeitsplatzes – vor allem im Urlaub.

Die Umfrage „Handy, Internet & Co im Urlaub“ mit über 1100 Teilnehmern von lastminute.de, der Reise- und Freizeit-Website, zeigt nun schon im dritten Jahr die Folgen: Immer mehr Menschen arbeiten während ihrer freien Zeit, immer mehr werden während des Urlaubs von Chefs oder Kollegen kontaktiert und für viele leidet deshalb die Erholung, wenn man eigentlich zur Ruhe kommen sollte. Aber – auch das zeigt die Umfrage – offenbar gewöhnen wir uns an das „Urlaubsarbeiten“!

Sich mit der Arbeit während des Urlaubs zu beschäftigen, scheint für viele fast schon Standard zu sein: Mehr als jeder zweite verbringt im Urlaub Zeit damit, nämlich 53 Prozent – bei der lastminute.de-Umfrage im letzten Jahr waren das mit 34 Prozent noch deutlich weniger. 25 Prozent der „Urlaubsarbeiter“ verbringen täglich mehrere Minuten oder sogar Stunden mit ihrem Job, die anderen 75 Prozent arbeiten unregelmäßig je nach Bedarf. 21 Prozent sagen, dass sie früher weniger Zeit mit Arbeit im Urlaub verbracht haben – entsprechend waren das im letzten Jahr weniger mit 16 Prozent. Die Partner finden sich offenbar mit dieser Entwicklung ab – das Verständnis der besseren Hälfte nimmt zu: 20 Prozent bekommen deshalb Streit – im letzten Jahr waren es noch 23 Prozent, 2008 sogar 25 Prozent.

So ganz freiwillig scheint diese „Urlaubsarbeit“ nicht zu sein, denn dramatisch hat sich die Anzahl der Arbeitgeber erhöht, die von ihren Mitarbeiten verlangen, dass sie während des Urlaubs bzw. der Freizeit erreichbar sein müssen: 19 Prozent gegenüber 8 Prozent im Vorjahr. Tatsächlich werden vom Vorgesetzten oder von Kollegen 37 Prozent auch kontaktiert (im Vorjahr: 28 Prozent) – und mehr als jeden vierten ärgert das. Bleibt unter diesen Umständen nicht die Erholung in der ’schönsten Zeit des Jahres‘ auf der Strecke? Für die deutliche Mehrheit ist das der Fall: 61 Prozent sagen, dass die Erholung leidet, wenn man beruflich E-Mails abruft und/oder telefonisch erreichbar ist. Aber im Vorjahr waren das mit 84 Prozent noch mehr – es scheint, als werde „Urlaubsarbeiten“ zur Normalität.

Wie sieht es demnach aus, wenn man den Chef im Urlaubshotel antrifft? 7 Prozent würden das Hotel wechseln – von denen, die das nicht tun, fühlten sich jedoch weniger als die Hälfte, nämlich 47 Prozent, gestört.

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