Familienleben

Einjährige sind die Größten… … aber oft auch anstrengend

Einjährige sind die Größten… … aber oft auch anstrengend

Am Anfang ist es mit einem Baby ganz einfach. Wenn es weint, kann es sich nur um drei Dinge handeln: Hunger, Müdigkeit, volle Windel. Mit einem Einjährigen geht das Ratespiel in eine völlig neue Runde.


Die Berliner Entwicklungspsychologin Mauri Fries bringt es in der Zeitschrift ELTERN so auf den Punkt: „Eltern empfinden die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Geburtstag oft als sehr anstrengend. Es ist eine Zeit voller Missverständnisse.“

Dies hat aus der Sicht von Experten vor allem vier Gründe: Einjährige glauben, sie könnten alles, sie können sich noch schwer verständlich machen, sie wollen alles selber machen und müssen viel experimentieren.

Beispiel „Alles selber machen“: Wäsche waschen, Tisch decken, Staub saugen. Einjährige möchten am liebsten immer mit Hand anlegen. Das, was viele Eltern stresst, ist in den Augen von Psychologin Fries äußerst wichtig: „Das Selbermachen ist ein epochaler Schritt. Denn mit dem Autonomiebedürfnis geht auch die Entwicklung des Selbstbewusstseins einher.“ Die Expertin fordert Eltern auf, ihre Einjährigen ganz viel mitmachen zu lassen: „Die Idee, etwas zusammen zu machen, ist in unserer Kultur ja verloren gegangen. Eltern denken heute, sie müssten spielen. Doch Mitmachen ist das Spiel!“

Insgesamt sehen es die Fachleute so: Ja, Einjährige sind anstrengend und das Zusammenleben ist voller Fehldeutungen. Es kommt hier vor allem auf unsere Rückmeldungen an das Kind an: Zum Beispiel ruhig und bestimmt klarzumachen, dass wir Beißen und Zwicken nicht akzeptieren. Ohne zu schimpfen, sachlich, unaufgeregt, nicht zu wortreich. Es ist nicht immer leicht, dies hinzubekommen. Es macht auch nicht sonderlich viel Spaß, aber es ist notwendig. Man nennt es: Erziehung.

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