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Update für Privatsphäre im Web dringend nötig

Update für Privatsphäre im Web dringend nötig

Das Thema Datenschutz und Privatsphäre im Internet ist zwar in aller Munde, die bestehenden Regelungen dazu seien jedoch ein Relikt aus den 90er-Jahren, der Anfangsphase des Internets. Sie sind damit längst überholt, kritisieren Experten.


Das seit damals geltende zentrale Konzept Notice-and-Choice, beruht darauf, dass Webseiten ihren Umgang mit persönlichen Daten offenlegen und User damit die Wahl haben, welche Seiten sie besuchen und nutzen. Mittlerweile würden im Internet jedoch so viele Daten gesammelt, dass dieses Konzept nicht mehr zeitgemäß sei, berichtet die New York Times.

„Für das reine Notice-and-Choice-Modell gibt es praktisch keine Fürsprecher mehr“, so Daniel J. Weitzner von der amerikanischen National Telecommunications and Information Administration. „Es ist heute nicht mehr adäquat.“ Die langen Erklärungen zu Privatsphäre und Datenschutz seien schwer verständlich, würden kaum gelesen und könnten dabei kaum die Komplexität des heutigen Umgangs mit Daten abbilden. Daraus resultiere, dass User keine wirkliche Kontrolle mehr über ihre Daten hätten, so Experten. Geburtsdatum, Adresse, Kredikartennummer oder das Online-Verhalten seien damit ungeschützt zugänglich.

Wirksame Werkzeuge
Um das bestehende Modell zu reparieren seien neue Regelungen und wirksame Werkzeuge zum Schutz der Privatsphäre notwendig. Gerade im Bereich der gesetzlichen Bestimmungen gilt es allerdings die Balance zu wahren. Schließlich ist das Sammeln von Daten und deren Auswertungen mittlerweile ein zentraler wirtschaftlicher Punkt. Die erfolgreichsten Online-Unternehmen der vergangenen Jahre wie Google, Facebook oder Twitter basieren auf dem freien Austausch von Information. Zusätzlich wird an neuer Software gearbeitet, die dem User die Kontrolle über seine persönlichen Informationen zurückgeben soll. So könnte der User zum Beispiel automatisch gewarnt werden, wenn er dabei ist, Daten preiszugeben.

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