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Schnarcher und Schnarchopfer

Schnarcher und Schnarchopfer

In vielen deutschen Schlafzimmern geht es im wahrsten Sinne des Wortes lautstark zur Sache. Eine repräsentative Umfrage hat jetzt herausgefunden, dass in jeder zweiten Beziehung gleich beide Partner zumindest ab und zu schnarchen.

Das Schnarchen hat nicht nur anatomische Ursachen. Diese verblüffende und provokante Aussage der Autorin Sabine Krüger wird im Klappentext ihres Buches: „Schnarchen oder das Konzert der geschluckten Kröten und wie man sie zum Schweigen bringt“ auch von einem praktizierenden Schulmediziner, dem Facharzt für Psychiatrie H.L. Sötzen bestätigt.

In Krügers Anti-Schnarch-Therapie finden Schnarcher und Schnarchopfer Tipps und Tricks, mit denen sie das „laute Laster“ zunächst drastisch einschränken und es sich im Idealfall dann sogar gänzlich abtrainieren können. Ziel ist es, durch schnarchfreie Nächte generell gesünder, lebenslustiger, konzentrierter und erfolgreicher zu sein. Dazu ist, so die Autorin, unter anderem eine tägliche zehnminütige ehrliche Einkehr in die Schnarcherseele erforderlich. Aber auch Autosuggestion, das die Muskulatur stärkende Singen sowie weitere ungewöhnliche Therapieschritte können Schnarcher endlich zur Ruhe bringen und oftmals die letzte Rettung für bereits auseinander geschnarchte Partnerschaften sein.

Sabine Krügers Ratgeber ist mutig, sympathisch und humorvoll geschrieben. Er behandelt ein ernstes Thema in optimistisch fröhlicher Grundstimmung, nicht ohne dem Schnarcher bei ernsthaften Problemen und Atemaussetzern eindringlich zum Arztbesuch zu raten. Das Buch macht Hoffnung auf endlich erholsame Nachtruhe.

Sabine Krüger: „Schnarchen oder das Konzert der geschluckten Kröten“, Felicitas Hübner Verlag, 80 Seiten, 2. erw. Auflage, broschiert, 9.90 Euro, ISBN 978-3-927359-32-1
Schnarchen im Duett – In mehr als der Hälfte der Beziehungen schnarchen beide Partner
51,3 Prozent der Männer und Frauen, die derzeit in einer Partnerschaft leben, gaben in einer Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ zu, sowohl er als auch sie trügen zum nächtlichen Schnarchkonzert bei. Besonders „gut“ ist die Akustik offenbar in den Nachtlagern der Ab-60-Jährigen. Bei der Umfrage bekannten sich fast zwei Drittel (63,3 %) der Älteren mit Partner/in zum gemeinsamen Schnarchen.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.354 Frauen und Männern ab 14 Jahren, die derzeit einen Partner/eine Partnerin haben.


Schnarchen birgt Gefahren

Sägende Schnarchgeräusche in der Nacht rauben Bettnachbarn Nerven und Schlaf. Betroffene befinden sich in ungeahnter Gefahr.

Rund zwei Millionen Österreicher sind vom Schnarchen geplagt. Die Problematik zeigt sich in gesundheitlichen und psychosozialen Problemen. 30 Prozent der Männer und mehr als zehn Prozent der Frauen schnarchen regelmäßig. Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie der Landesnervenklinik in Graz bringt es auf den Punkt: „Der Lärmpegel ist wahrlich beachtlich: Ein Schnarcher bringt es auf 90 bis 95 Dezibel, soviel wie Presslufthammer und Kettensägen.“ Eine neue Schnarchspange hilft bei Schnarchen und Atempausen.

Schnarchen ist aber keineswegs nur eine Lärmbelästigung. Die Ursachen des Schnarchens sind bekannt: Es entsteht durch Schwingen der erschlafften Rachen-Weichteile während des Schlafes. Bedingende Faktoren sind unter anderem Übergewicht, Alkoholgenuss, schweres Abendessen, aber auch anatomische Auffälligkeiten. Folgeprobleme sind nicht nur eine belastete Beziehung, sondern auch Tagesmüdigkeit mit Risiken im Alltag wie zum Beispiel als konzentrationsschwacher Autolenker.

Die größte Gefahr droht, wenn das Schnarchen mit sogenannten Schlafapnoen (Atemstillständen im Schlaf) kombiniert ist. Walzl kennt die gesundheitlichen Risiken: „Schnarchen wird unterschätzt. Durch den Sauerstoffmangel bei Schlafapnoen steigt das Risiko eines Schlaganfalls und Herzinfarkts sowie die Gefahr der plötzlichen Erblindung. Bis zu zwei Minuten wird während einer Apnoe die Luft angehalten. Es kann zu keinen Tiefschlafphasen mehr kommen, ebenfalls tragisch für die Gesundheit.“

Gibt es wirksame Abhilfen gegen das Schnarchen?
OA Dr. Klaus Sinko, Kieferorthopäde der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im AKH Wien antwortet dazu: „Ja, es gibt Methoden für Gesundheit und Ruhe. Die Maßnahmen dienen allesamt dazu, den mechanischen Verschluss der Atemwege während des Schlafes zu verhindern und den pharyngealen Luftraum zu erweitern.“

Die sogenannten IST-Geräte (Intraorale-Schnarch-Therapie-Geräte) dienen zur Vorverlagerung des Unterkiefers. Trotz einiger Vorteile kann es zu Kiefergelenksbeschwerden, Muskelbeschwerden und unerwünschten Zahnbewegungen kommen.

Als kausale Therapie hat sich die MMA-OP (Maxillo-Mandibuläres Advancement) herausgestellt. Sie funktioniert mit Erfolg, allerdings handelt es sich um einen relativ aufwändigen operativen Eingriff.

Die Velumount Methode nach Arthur Wyss ist ein effektives Medizinalinstrument gegen Schnarchen und Atemunterbrüche im Schlaf. Die mechanische Schienung der Weichteile im oberen Pharynx und/oder im Zungenbereich verhindert die gesundheitsgefährdende Verengung. Arthur Wyss freut sich: „Als selbst Betroffener habe ich vor 10 Jahren eine einfache und zugleich wirksame Methode gegen das Schnarchen entdeckt. Ich wusste um das gesundheitliche Risiko und freue mich, schon über 10.000 Menschen vom Schnarchen befreit zu haben, beziehungsweise doppelt so viele, weil ja der Partner oder die Partnerin auch gelitten haben.“ Die Methode ist durch wissenschaftliche Studien belegt.

Werner Lammer kann die Wirksamkeit nur bestätigen: „Herr Wyss hat mir geholfen und mich sozusagen „entschnarcht“. Die Handhabung ist sehr einfach und man gewöhnt sich rasch an die Schnarchspange, die man vor dem Schlafen einlegt. Individuell angepasst und mit Nachbetreuungen, kann ich diese positive Erfahrung nur weiterempfehlen. Meine Frau übrigens auch, da die Nächte wieder erholsam sind.“

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