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Schüler lernen zuhause verstärkt am Computer

Schüler lernen zuhause verstärkt am Computer

Wie eine aktuelle britische Studie im Auftrag von Microsoft zeigt, nutzen 37 Prozent der Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren täglich den Computer, um daran ihre Hausaufgaben  erledigen. Diese Nutzungsraten übersteigen den Computereinsatz in Schulen, wo nur 30 Prozent täglich mit einem PC arbeiten, berichtet BBC Online.

90 Prozent der befragten Haushalte mit Kindern gaben an, dass der Computer mindestens einmal pro Woche für Hausaufgaben oder zum Lernen für die Schule im Einsatz ist. Ein Drittel nutzt den Computer dafür täglich. Gleichzeitig haben sich digitale Medien aber auch zu einem großen Freizeitvergnügen entwickelt. Für 71 Prozent zählt der Computer zu einem der beliebtesten Hobbys. Eltern nutzen den Computer auch zur Freizeitgestaltung, aber mit 65 Prozent etwas weniger als der Nachwuchs.

Eltern sind fest davon überzeugt, dass der Computer zuhause wichtig und nützlich für die Bildung der Kinder ist. Das geht nicht nur aus der britischen Umfrage hervor. Kürzlich zeigten sich ähnliche Meinungen in einer deutschen Studie der Initiative D21, wo Eltern auch vermehrt kritisierten, dass digitale Medien in Schulen noch viel zu wenig zum Einsatz kämen.

Etwas anders ist die Haltung dazu beim Deutschen Lehrerverband. „Die Bedeutung des Computers im Unterricht wird überschätzt, die Euphorie ist gottlob verflogen. Viel wichtiger wäre es, das Lesen zu fördern“, meint Josef Kraus, Präsident des Lehrerverbands. Ansonsten gelte: Vieles, was man am Computer können muss, kann man ohne den Computer schulen: Lesen, Texte bewerten und interpretieren, recherchieren, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, so Kraus weiter.

Auch in Sachen medienpädagogischer Bildung zeigt sich Kraus eher zurückhaltend, was die Verantwortlichkeiten der Schule betrifft. „Medienpädagogik heißt, vertraut machen mit allen neuen Medien. Was einen vernünftigen (asketischen) Umgang damit betrifft, so sind vor allem erst einmal die Eltern in der Pflicht“, sagt Kraus. Ansonsten holten sich die Schulen aber auch immer häufiger Gastreferenten (z.B. Internetfahnder) in die Schule, damit diese vor Schülern die Gefahren des Internets demonstrieren.

So mäßig die Bedeutung der Computernutzung seitens deutscher Lehrervertreter eingeschätzt wird, so wichtig stufen Microsoftvertreter diese ein. Ray Fleming etwa glaubt, dass die Computernutzung zuhause deshalb derart steigt, weil es in der Schule so starke Einschränkungen gibt. Fleming geht auch davon aus, dass die Nutzung der Heim-Computer weiter zunehmen wird. Zudem würden die Grenzen zwischen schulischem Einsatz des PCs und Privatvergnügen immer mehr verschwimmen.

1.500 Bildungswünsche an die Bundeskanzlerin
Im digitalen Klassenzimmer auf der Cebit überreicht Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg ein Schulheft „Bits für die Bildung“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Inhalt sind die Ergebnisse einer Umfrage zu Wünschen von Schülern, Eltern und Lehrern für die Bildungsrepublik von morgen. „Wir brauchen Gigabyte und Goethe“, so Berg. „Computer und Internet in der Schule ermöglichen individuelles Lernen, das Spaß macht und berufliche Entwicklungschancen fördert.“

Quelle: pressetext

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