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Ist das deutsche Bildungssystem der Globalisierung gewachsen?

Ist das deutsche Bildungssystem der Globalisierung gewachsen?

67 Prozent der Deutschen glauben nicht, dass unser gegenwärtiges Bildungssystem den Risiken der Globalisierung gewachsen ist. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die aktuell von der Initiative Markt- und Sozialforschung durchgeführt wurde.

Welche Einzelaussagen hinter dieser einfachen Prozentzahl stecken, erklärt Bernd Wachter, Vorstand des ADM, Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V.: „Vor allem Menschen in den neuen Bundesländern sehen die Bildungssituation kritischer als der Durchschnitt. Mit zunehmendem Alter beurteilen die Befragten die Bildungssituation eher negativ und Frauen zeigen sich weniger zuversichtlich als Männer.“ Spannend ist dabei, dass die Befragten die Verantwortung für Verbesserungen bei Bildung und Weiterbildung nicht von sich schieben: Zwei Drittel sehen sich selbst bzw. jeden Einzelnen mit dafür zuständig.

Ursachen des Fachkräftemangels
Die Ursache für den Fachkräftemangel in Deutschland wurde von den Befragungsteilnehmern vor allem in einer unzureichenden Vorbereitung auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt verortet. „Mangelhafte Abstimmung zwischen Ausbildung und Beruf, fehlender Praxisbezug und unzulängliche Qualität der Schulbildung – das sind die Faktoren, die jeweils etwa die Hälfte der Befragten als Gründe für den Fachkräftemangel sieht“, so Wachter. „Aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Gruppen.“ So zeigt sich bei Differenzierung nach Geschlecht, Alter und Bildungsgrad eine Sensibilität für diejenigen Schwierigkeiten, von denen der Befragte jeweils selbst am ehesten betroffen ist. Beispielsweise nehmen Frauen die erschwerte Vereinbarkeit von Familie und Beruf überdurchschnittlich häufig als Problemursache wahr und jüngere Personen den schwierigen Übergang ins Berufsleben. Hochschulabsolventen dagegen identifizieren den fehlenden Praxisbezug als größten Problembereich.

Verlässliche Aussagen
Die Befragung wurde online durchgeführt. Dabei wurde eine Stichprobe gezogen, die anhand der Kriterien Alter, Geschlecht und Bundesland der bundesdeutschen Bevölkerung entspricht. „Damit können die Daten und Ergebnisse wirklichkeitsgetreu auf eine gewünschte Zielgruppe übertragen werden“, erklärt Wachter, „und es lassen sich verallgemeinerungsfähige Ergebnisse erzielen.“

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