Familienleben

Boom bei Jugendreisen: Arbeiten im Auslandsurlaub

Boom bei Jugendreisen: Arbeiten im Auslandsurlaub

Urlaub bedeutet für viele, sich faul an den Strand zu legen. Gerade für jüngere Reisende, die Länder genauer und besser kennen lernen wollen, ist das allerdings zu wenig. Freiwilligenarbeit bietet Einblicke in fremde Länder und Kulturen.


Immer mehr Anbieter von Jugendreisen setzen daher auf Aufenthalte, die auch Freiwilligen-Arbeit beinhalten. Untergebracht werden die Volontäre in Jugendgästehäusern oder bei Familien. Ein Anbieter in Österreich und Deutschland ist TravelWorks.
„Das Interesse ist außergewöhnlich groß“, meint Bettina Hochreiner, die für die Abwicklung und das Marketing bei TravelWorks zuständig ist. Das Angebot werde zudem immer größer. „Diese Art des Reisens hat Zukunft, denn vielen ist das Wegfahren als Tourist einfach zu wenig. Und bei TravelWorks lernt man Land und Leute mit ihrer Kultur am besten kennen“, ist Hochreiner überzeugt. TravelWorks als Marke der Travelplus Group GmbH ist Mitglied der weltweiten Verbände World Youth Student & Educational Travel (WYSET) und Global Work Experience Association (GWEA). Gemeinsam mit carpe-diem-Sprachreisen, einer weiteren Marke der Travelplus Group sind in den vergangenen 15 Jahren mit den deutschen Partnern mehr als 70.000 Teilnehmer auf Reisen gegangen.

Die Angebotspalette ist tatsächlich breit gestreut. Derzeit gibt es Arbeitsreisen nach Guatemala, Costa Rica, Venezuela, Peru, Ecuador und Mexiko, nach Südafrika, Namibia und Ghana sowie nach Indien, Thailand, Vietnam und Russland. Auch die US-Nationalparks in Arizona bieten 18 bis 45-Jährigen die Möglichkeit der Freiwilligenarbeit an. „Die Angebotspalette ist in den einzelnen Ländern komplett verschieden“, meint Hochreiner. So ist etwa bei den acht Wochen Lateinamerika ein vierwöchiger Sprachkurs enthalten. Bei den Reisen in englischsprachige Gebiete entfalle der Sprachkurs. Eine Besonderheit ist auch die Freiwilligenarbeit in einem Waisenhaus in Russland.

„Die Arbeitszeiten bei den freiwilligen Projekten sind natürlich nicht fix geregelt“, erklärt die Expertin. „Die Arbeitsdauer liegt täglich bei etwa vier Stunden. Wenn es etwas zu tun gibt, müssen die Freiwilligen auch mal mehr anpacken.“ Zwar liege die Zielgruppe der Angebote bei einem Alter zwischen 18 und 30 Jahren, doch gebe es auch immer mehr Interesse von älteren Menschen. Daher wurden für einige Reiseziele zusätzliche „30-Plus-Programme“ eingeführt, die der Nachfrage Rechnung tragen.

Ähnliche Programme bietet auch das deutsche Kolping-Werk an. In einer Kleingruppe, die in der Regel aus acht bis zwölf Teilnehmern besteht, werden soziale oder ökologische Projekte in fremden Ländern angeboten. In der Regel sind die Teilnehmer an den Workcamps auch bei Kolping zwischen 18 und 30 Jahre alt. Begleitet werden die Gruppen jeweils von ehrenamtlichen Projektleitern. „Durch das Mitleben in einer fremden Kultur lernen wir das Land von innen kennen und gewinnen nicht nur wie ein Normaltourist einen oberflächlichen Eindruck“, erklärt Kolping-Mitarbeiterin Annette Fuchs. „Durch das Teilen von Freuden sowie natürlich auch Problemen und Sorgen lernen wir, warum manches woanders anders ist.“

Quelle: pressetext.austria

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