Familienpolitik

Die Geschichte von der Generation der Erben ist ein Märchen

Die Geschichte von der Generation der Erben ist ein Märchen

Im Zeitraum vom 4. bis 6. September 2007 befragte die Innofact AG im Auftrag der Dr. Klein & Co. AG 1006 Personen: Im Folgenden geht es um das Thema „Altersvorsorge“. Dazu interessiert uns Ihre ganz persönliche Einschätzung: „Die Rente ist sicher“: Glauben Sie an diesen legendären Satz aus den 90er Jahren?

Die Ergebnisse weichen zum Teil deutlich von vorherrschenden Meinungen ab. Die wichtigsten Erkenntnisse der repräsentativen Umfrage:

1. Die Geschichte von der Generation der Erben ist ein Märchen: Bislang wurde einer großen Altersgruppe der Deutschen oft bescheinigt, zur Generation der Erben zu gehören. Daraus abgeleitet wurde oft, dass diese Generation nichts für die Altersvorsorge tun müsse, da sie durch das Erbe versorgt sein werde. Diese Annahmen werden von der Umfrage deutlich widerlegt. So stimmten der Aussage: „Meine Rente ist tatsächlich sicher. Ich werde erben“, lediglich zwei Prozent der Befragten voll zu, weitere sieben Prozent stimmten zu.

2. Nur zwei Prozent der Befragten sind sich vollends sicher, dass ihre staatliche Rente zum Leben reichen wird. Der Aussage: „Na klar, auch wenn ich in Rente gehe, wird es noch genug Geld vom Staat geben“, stimmten zwei Prozent voll zu, sechs Prozent stimmten zu.

3. Ein deutlich größerer Teil der Deutschen, als von vielen bislang angenommen, – nämlich 77 Prozent – sorgt bereits fürs Alter vor. So stimmten der Aussage „Nein, wir müssen alle selber vorsorgen – was ich tue – und können uns nicht auf die staatliche Rente verlassen“, 42 Prozent der Befragten voll zu, 35 Prozent stimmten zu.

4. Einem großen Teil der Bevölkerung fehlt schlichtweg das Geld, um fürs Alter vorzusorgen. So stimmten der Aussage: „Nein, sicher ist die staatliche Rente nicht. Aber mir fehlen die Mittel, um privat vorzusorgen“, 23 Prozent der Befragten voll zu, 28 Prozent stimmten zu.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen eindeutig, dass wir in Deutschland zum Thema Altersvorsorge kein Erkenntnisproblem mehr haben. Die Bürger gehen davon aus, dass das Geld im Alter nicht reichen wird“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstand der Dr. Klein & Co. AG. „Dass es die viel herbei geredete Generation der Erben offensichtlich gar nicht gibt und ein Großteil der Bevölkerung nicht die Mittel hat, um vorzusorgen, ist aus meiner Sicht besorgniserregend. Ich verstehe dies auch als Aufforderung an die Finanzdienstleistungsbranche, Produkte zu entwickeln, die es auch Bürgern mit geringem finanziellem Spielraum erlauben, vorzusorgen. “

Die Stichprobe ist bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich der Kriterien Alter (14 bis 65 Jahre) und Geschlecht.

Quelle: Dr. Klein & Co. AG

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