Die Crew – taffer Text für taffe Jugendliche

12. August 2007 Von: Barbara Leuschner Kategorie: Buch

diecrew.jpgBilly, Jas, Della, Will, Ellie und der Hund Zeus – sie sind die Crew. Sie wohnen im „Ghetto“ inmitten der Großstadt, und hier ist es besser, in einer Gang zu sein, die einem den Rücken stärkt. Denn die Crew bedeutet Überleben zu können: „Wer sich mit einem von uns anlegt, bekommt es mit allen zu tun.“ Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Gewalt, Drogen und Prostitution sind an der Tagesordnung – hier herrschen eigene Gesetze. Eines Tages findet die Crew eine Tasche voller Geld – viel Geld, das ihnen wenigstens die Verwirklichung einiger ihrer Träume ermöglichen würde. Als die Jugendlichen endlich beschließen, die Tasche bei der Polizei abzugeben, ist es schon zu spät. Die ursprünglichen Besitzer wollen ihr Geld wiederhaben und sie schrecken vor nichts zurück. Wenig später verschwindet Ellie spurlos und eine junge Prostituierte wird tot aufgefunden. Und langsam wird klar, dass auch die Polizei in die Geschichte verwickelt ist.

Bali Rai, Sohn indischer Einwanderer, erzählt in diesem spannenden Kriminalroman von fünf Jugendlichen, die in einer gnadenlosen Umgebung fest zusammenhalten. Die Schilderungen des multikulturellen Hintergrundes einer modernen Großstadt werden nicht zuletzt durch die Sprache der Jugendlichen – harter Slang und spezielle Ausdrücke der Ghettosprache – sehr lebendig und beinhalten, trotz aller Härte, jede Menge Humor.
 

Bali Rai: Die Crew, aus dem Englischen von Jacqueline Csuss, TB, 256 Seiten, rororo rotfuchs, 7,90 Euro, geeignet für Jugendliche ab 14 Jahren  

 

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