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„Das Beste aus meinem Leben“ – Axel Hacke goes ARD

„Das Beste aus meinem Leben“ – Axel Hacke goes ARD

hacke.jpgEr ist so etwas wie der Erfinder der Vater-schreibt-aus-seinem-Familienleben-Kolumne. Seit 1997 schreibt Axel Hacke für die Süddeutsche Zeitung jeden Freitag seine Kolumne „Das Beste aus meinem Leben„. Ab dem 15. Dezember gibts die Hacke-Texte um einen Journalisten mit Frau, Kind und einem gesprächigen Kühlschrank zur Serie verarbeitet im ARD-Vorabendprogramm zu sehen.

Mein Eindruck nach der Pressevorführung der Serie: Eine gute Kolumne macht noch lange kein gutes Fernsehen. Die Hackeschen Erzählungen sind Anekdoten, Beobachtungen des alltäglichen (Familien-)lebens, zugespitzt, ironisch und manchmal komisch. Das Fernsehen braucht Geschichten. Die ARD-Lösung: man nehme die Hacke-Figuren, eine paar Bonmots aus den Kolumnen und erfinde eine Story dazu. Dieses Rezept geht nicht ganz auf.

Die erste Abkühlung: Ja, Bosch (der Kühlschrank) lebt und spricht in dieser Serie, und dank Animation hat er soetwas wie ein Gesicht. Merkwürdiger Einfall: das funktioniert literarisch, aber nicht visuell. Sonst lässt sich die Familienkomödie am besten mit dem Wort halbherzig beschreiben. „Das Beste aus meinem Leben“ ist nicht gut, nicht schlecht, nicht  taufrisch, aber auch nicht komplett von gestern. An den Darstellern liegts nicht: Oliver Mommsen (als Vater Max), Elena Uhlig (Mutter Paola) und der kleine Sandro Iannotta (Sohn Luis) geben ihr Bestes. Das kann man von Drehbuch (Peter Strotmann) und Regie (Matthias Tiefenbacher) nicht sagen. Es mangelt an Tempo, Einfällen, Überraschungen. Die Geschichten plätschern vor sich hin, die Dialoge sind stellenweise witzig, aber es perlt nichts. Ein Vorabend-Kompromiss-Produkt.

Auch die ARD war sich wohl nicht so sicher, wie sie mit der Hacke-Vorlage umgehen soll. Deutliches Indiz für die Vorsicht beim Sender: Es wurden vorerst nur acht Folgen gedeht.

Wer Hacke mag, ist wohl immer noch besser mit seinen Kolumnen bedient. Wer ihn noch nicht kennt, wird auch nach dieser Serie kein Hacke-Fan.

„Das Beste aus meinem Leben“, ab 15. Dezember, freitags um 18.50 Uhr im Ersten

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