Deutsche Lehrer nutzen den Schul-Computer nur selten
Der Computer genießt an deutschen Schulen keinen besonders hohen Stellenwert. Das zumindest legt das Ergebnis einer aktuellen Studie der Europäischen Union nahe.
Demnach setzen deutsche Lehrer im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen im Unterricht selten den Computer ein. So hat hierzulande fast jeder vierte Lehrer im vergangenen Jahr kein einziges Mal einen Computer im Unterricht verwendet. Von den übrigen 78 Prozent nutzten mehr als die Hälfte die Rechner nur sehr selten, nämlich höchstens in einer von zehn Unterrichtsstunden. Damit liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich im Mittelfeld.
Diese Medien-Schwäche ist nicht auf die technische Ausstattung zurückzuführen. Fast alle deutschen Schulen verfügen mittlerweile über Computer für den Unterricht. Die Ursache liegt anderswo: Fast die Hälfte der Lehrer, die ohne Computer arbeiten, hat nach eigener Aussage nicht die nötigen Kenntnisse, um einen Rechner im Unterricht sinnvoll einsetzen zu können.
Dessen ungeachtet sitzen schon die Experten in den Startlöchern, um den Lehrern den Einsatz von Weblogs und Podcasts im Unterricht schmackhaft zu machen. Nur einer Minderheit unter den Pädagogen dürfte diese Begriffe geläufig sein. Den Umgang mit diesen Medien müssten sie sich wohl von ihren technikaffinen Schülern erklären lassen.
Für die Studie wurden im Frühjahr 2006 rund 31.000 Lehrer in 27 europäischen Ländern befragt.
Quelle: Bildungsklick