Ende des Privatschul-Booms?
Wars das schon mit dem Privatschul-Boom? Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes legen jedenfalls die Vermutung nahe, dass sich die Goldgräberstimmung unter den privaten Trägern dem Ende zuneigt. Ganze 79 allgemein bildende Privatschulen wurden im vergangenen Jahr gegründet, das entspricht einer Steigerung von gut 3 Prozent. Damit gab es 2005 insgesamt 2765 Privatschulen in Deutschland, davon waren weniger als 200 private Hauptschulen. 1992 zählte das Amt noch 1991 private Schulen. Im Jahr 2005 besuchten insgesamt 639 419 Schüler eine solche Schule. Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Schüler (rund 9,5 Millionen) entspricht dies einem Anteil von 6,7 Prozent.
Angeblich würden gern 30 Prozent aller Eltern ihr Kind auf eine private Schule schicken – wenns nichts kostet. Tut es aber: die üblichen Tarife liegen zwischen 1000 und 4000 Euro pro Jahr, die Beiträge für die bekannten Eliteinstitute liegen um ein Vielfaches darüber. Viel Geld – einerseits. Andererseits ist aber auch der Besuch der staatlichen Schulen nach dem Wegfall der Lehrmittelfreiheit kein billiges Vergnügen mehr.
Quelle: welt.de
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