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Fernsehen als Schmerzmittel

21. August 2006 Von: Thomas Meins Kategorie: MedienFamilie

Fernsehen kann eine betäubende Wirkung auf Kinder ausüben – ein Phänomen, das den meisten Eltern bekannt sein dürfte. Wissenschaftler der Uni Siena haben jetzt herausgefunden, dass die TV-Betäubung sogar regelrecht schmerzlindernde Wirkung hat. Kinder, die während einer medizinischen Behandlung durch Fernsehen abgelenkt wurden, empfanden weniger Schmerz als Kinder, die “nur” durch ihre Mütter beruhigt wurden.

69 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren wurden während einer Blutentnahmne entweder von der Mutter getröstet, durch Trickfilme im TV unterhalten oder ganz ohne Ablenkung behandelt. Ergebnis: Die Kinder, die nicht abgelenkt wurden, empfanden dreimal so viel Schmerzen wie die kleinen Patienten, die fernsehen durften.

Die Erklärung der Forscher: Möglicherweise würden durch den Fernsehspaß natürliche, schmerzlindernde Endorphine freigesetzt, die TV-Trickfilme beanspruchten die volle Aufmerksamkeit der Kinder oder die besorgten Mütter zeigten einfach zuviel Emotionen, um ihre Kleinen wirksam beruhigen zu können.

Welche TV-Dosis Erwachsene benötigen, um schmerzfrei durch den Alltag zu kommen, ist nicht bekannt.

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