Familie und Beruf – die schönen Zahlen der Arbeitsagentur
Die Bundesagentur für Arbeit hat sich unter ihren Kundinnen umgehört, sprich: 1000 Frauen befragt, die sich nach dem Ende der Elternzeit wieder für eine Rückkehr in den Beruf gemeldet haben. Auf den ersten Blick könnte man meinen: klappt doch prima mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
61,2 Prozent der Rückkehrerinnen besitzen eine betriebliche Ausbildung, 11,9 Prozent sogar einen Hochschulabschluss. Fast ein Drittel der Frauen hat während der Familien-Auszeit zusätzliche berufliche Kenntnisse erworben. Schöne Zahlen mit hässlichem Beigeschmack: Die Hälfte der Berufsrückkehrerinnen hat mindestens drei Jahre Pause zu Hause gemacht. In den meisten Berufen eine halbe Ewigkeit, die reicht, aus hoffnungsvollen Nachwuchskräften auf Teilzeit abgeschobene Aushilfen zu machen. Folgerichtig streben die von der Arbeitsagentur befragten Frauen auch meist nur eine Teilzeitbeschäftigung an.
Aber nicht einmal das scheint mühelos möglich zu sein, denn fast 61 Prozent der Befragten sind bereit, sich an erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen finanziell zu beteiligen. Ein glatter Übergang von der Elternzeit in die Berufstätigkeit sieht anders aus.