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Oh Shrek: „HUI BUH – Das Schlossgespenst“

Oh Shrek: „HUI BUH – Das Schlossgespenst“

 

Ein Gespenst geht um in Deutschland: Die Rat Pack Filmproduktion hat mit „HUI BUH – Das Schlossgespenst“ den Kinderbuch- und Hörspielklassiker verfilmt. In der Titelrolle: Michael Bully Herbig. Heute wurde der Film erstmals vorgestellt. Zu sehen gab es einen 28-minütigen Ausschnitt aus der Familienkomödie des Sommers (Kinostart: 20. Juli).

Bisher ist das Münchner Erfolgsrezept zweimal aufgegangen: Nimm eine bekannte Vorlage, mach ein kindgerechtes Drehbuch daraus und lass Bully Herbig die Titelrolle spielen. Ging bei „Der Schuh des Manitu“ und „Traumschiff Surprise“ nicht nur gut, sondern ganz fabelhaft, vor allem an der Kinokasse. Auch die jüngste Produktion mit dem Comedy-Multitalent wird ein Erfolg – allerdings nicht wegen Bully, sondern trotz.

Anders als in „Manitu“ oder „Traumschiff“ ist Herbig an „HUI BUH“ nur als Schauspieler beteiligt – und das auch nur für ein paar Minuten. Bully spielt den Ritter Balduin, der im Jahre 1399 von einem Blitz getroffen wird und sich in ein Gespenst verwandelt. Fortan ist im Film nicht mehr Bully zu sehen, sondern ein computeranimiertes Gespenst, das ein bisschen wie Michael Herbig aussieht und ganz viel mit der digitalen „Shrek“-Optik zu tun hat.

Einen märchenhaften Look wollte Regisseur Sebastian Niemann für seinen „HUI BUH“. Den hat der in Prag und München für zehn Millionen Euro entstandene Film auch bekommen. Mittelelalter-Feeling, Burg-Romantik, schräge Figuren – alles da. Der Film kommt etwas schwer in Fahrt, aber spätestens wenn Christoph Maria Herbst seinen sympathisch-tölpelhaften Schlossherrn und König Julius den 111. von der Kette lässt und Heike Makatsch mit Inbrunst die durchtriebene Leonora Gräfin zu Etepetete gibt, ist Stimmung in den alten Gemäuern. Das muntere Treiben auf Schloss Burgeck entwickelt sich zur schrulligen Adels-Soap inklusive tuntigem Diener (Rick Kavanian) und klapprigem Kastellan (in seiner letzten Rolle: Hans Clarin).

Was nervt, ist ausgerechnet HUI BUH. Der Film tut sich keinen Gefallen mit der Digitalisierung seiner Titelfigur. Die Animation wirkt nicht ganz auf der Höhe des tricktechnisch Möglichen, die Effekte sind durchwachsen, die Optik ist unschlüssig und wirkt wie ein Fremdkörper im ansonsten realen Film. Da hat man schon Besseres gesehen, zum Beispiel in „Shrek“. Man wünscht sich einen Bully aus Fleisch und Blut oder gleich einen Film ganz ohne Gespenst. Wie sagte doch König Julius zum Auftritt seines Schlossgespenstes: „Es ist nicht gruselig – es ist albern.“

Die Produzenten peilen drei Millionen Kinobesucher an. Nicht viel für einen Film mit Bully Herbig.

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